Monthly Archives: Juni 2016

Versunken im Watt

Versunken im Watt

Als wir am 14.06. um 08:10h am Parkplatz des Preußenstadions standen, war die Laune nicht die Beste. Der Himmel war mal wieder voller dunkler Wolken und es nieselte. Mit den beiden 7er Biokursen von Frau Tönnies und Frau Leifhelm stiegen wir, der 9erBiokurs von Frau Leifhelm, in den Bus und fuhren Richtung Norddeich. Auf der Fahrt heiterten sich unsere Stimmung und das Wetter zunehmend auf. Als wir in Norddeich ankamen, begrüßten uns unsere Wattführerinnen und teilten uns in zwei Gruppen ein. Auf dem Weg zum Watt kamen wir an Salzwiesen vorbei und Elke (unsere Wattführerin) erzählte uns allerlei interessante Dinge über das Watt als Weltnaturerbe und über die speziellen Anpassungsmechanismen der Salzwiesenbewohner. Als wir endlich das Watt betraten, war die Freude groß. Wir arbeiteten uns ein gutes Stück ins Watt hinein. Auf dem Weg fingen wir interessante Tiere, wie z.B. Strandkrabben und buddelten einen Wattwurm aus. Als wir mit vielen neuen Eindrücken und schlammigen Füßen und Beinen aus dem Watt traten, säuberten wir uns so gut es ging, um dann zur Seehundstation zu fahren. Dort beobachteten wir die Fütterung der Heuler und wohnten einem Vortrag über Robben und einem Film über die Arbeit der Station bei. Es war einfach toll! Anschließend hatten wir noch etwas Zeit, um die Ausstellung in der Station auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir dann wieder die Rückreise nach Münster antraten.

(Victoria, Philine, Mary, veränd.)

Impressionen vom Kennenlerntag 2016

Impressionen vom Kennenlerntag 2016

Bericht in der WN vom 31. Mai 2016

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Schul AG der Erna-de-Vries Realschule auf neuen Wegen.

Schul AG der Erna-de-Vries Realschule auf neuen Wegen.

Es ist viel passiert in den fünf Jahren Segel AG der Realschule im Geistviertel. Die Schule wurde umbenannt. Dank finanzieller Unterstützung der Stadt Münster, ist unsere Schule in diesem Frühjahr auch international auf dem Aasee unterwegs. Mit 6 Mädchen aus Syrien, Albanien und Afghanistan, die gemeinsam im Polyfalken das Segeln lernen, ist die AG nun auch international und betont „weiblich“ ;-) auf dem Aasee unterwegs. Die ersten Segelkommandos auf Deutsch klappen schon recht gut und es ist schön auch wieder einmal mehr Frauen für den Segelsport zu begeistern. Für alle ein Gewinn, da sind wir Segler uns einig. Mit zwei erfahrenen und bei den Schülern äußerst beliebten Trainern, Jan Niemann (15 Jahre) und Jan Wessel (18 Jahre) sowie auch zwei Rettungshelfern Jonas Mertens (15 Jahre) und Tristan Prange (16 Jahre), die ehrenamtlich in ihrer Freizeit helfen, ist es nun möglich gleichzeitig in den Bootsklassen Optimist, Pirat und dem Polyfalken zu segeln. Das Alter der Schüler geht von 10 Jahren bis zurzeit 16 Jahren. Ältere erfahrene Segler helfen den jüngeren Sportlern beim auf -und abriggen der Jollen. Teamgeist wie auch ein respektvoller Umgang untereinander und gegenseitige Hilfe und natürlich auch viel Spaß an einer Sportart im Freien, stehen in der Gruppe an erster Stelle. Auf den Segelbooten bleibt genug Zeit sich gegenseitig kennen zu lernen und sich über verschiedene Religionen, Erlebnisse, … aus zu tauschen.

Wer mag, kann gerne einmal am Dienstag in der Zeit von 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr zum Segelclub Hansa Münster (SHM) zum Schnuppern oder einfach nur Zuschauen vorbeikommen.

Bitte den wichtigen Termin der „Kiepenkerl Regatta“, die am Wochenende, den 18.-19.06.2016 im SHM stattfindet, schon jetzt in den Kalender eintragen! Dort gehen Lani (Klasse 5 A), Michael Eric und Laurin (Klasse 5B) in der C-Klasse im Optimisten an den Start. Bitte vorbeischauen und Daumen drücken!

Ahoi und immer eine handbreit Wasser unterm Schwert! ;-)

„Ihr seht jetzt schon aus wie die Sonne…“

Ihr seht jetzt schon aus wie die Sonne…“

Erna-de-Vries-Schüler starten „Radtour gegen das Vergessen“

Viele Schüler mit leuchtenden, gelben Warnwesten waren heute morgen schon sehr früh auf unserem Schulhof zu sehen, um von Münster aus per Fahrrad den Weg zum ehemaligen KZ Ravensbrück bei Berlin anzutreten, das am Ende des Dritten Reiches die letzte Station der Deportationen unserer Namenspatronin Erna de Vries war.

Bereits um 7.00Uhr in der Frühe trafen sich alle Radfahrer zum Start ihrer gemeinsamen Tour auf dem Schulhof. Die letzten Materialien wurden verstaut, einige Reifen stärker aufgepumpt, von der Firma Hürter gesponserte Helme und Warnwesten verteilt und letzte Infos zum Verhalten in der Fahrradkolonne gegeben.

Bevor es losging, hatte sich die gesamte Schulgemeinde auf dem Schulhof versammelt, um ihre Mitschüler und die begleitenden Lehrer zu verabschieden. Frau Leifhelm bezeichnete sie als „Botschafter der Erna-de-Vries-Schule“, die das Erinnern an die furchtbare Zeit des Nationalsozialismus sichtbar machen können. Bürgermeisterin Karin Reismann beglückwünschte die Schule zu dieser tollen Idee und hatte sich sogar bereit erklärt, die Gruppe auf den ersten Kilometern zu begleiten. Eine Vertreterin des Rats, die neben Vertretern der Parteien und der Villa ten Hompel anwesend war, bemerkte, wie unterschiedlich die Reisen zum gleichen Ort heute für die Schüler und damals für Erna de Vries waren und welche Verantwortung daraus entspringt. Auch ein Botschaft von Erna de Vries, die selber nicht anwesend sein konnte, wurde verlesen.

Mit im Gepäck haben die Botschafter hunderte kleine von Schülern gestaltete Sonnen, die auch auf der Fahrt das Überlebensmotto von Frau de Vries „Ich wollte noch einmal die Sonne sehen“ ausdrücken sollen.

In diesem Sinn stellten schlussendlich Pastor Menze und Pater Marek als Kirchenvertreter fest: „Ihr seht jetzt schon aus wie die Sonne“. Sie spendeten den Reisesegen in der Hoffnung auf viele tollen Erfahrungen und eine glückliche Heimkehr von dieser besonderen Fahrt, die eine echte Premiere ist.