rav-Hänigsen-Dähre

Vierter Tag

Die Stimmung ist recht gut, obwohl ein paar von uns gesundheitlich angeschlagen sind.

Die Leute mit Knieproblemen müssen heute mit einem Taxi nach Dähre, unserer nächsten Station, transportiert werden, da der Bulle nicht für alle Verletzten Platz bietet.

Das Wetter war morgens wie immer ziemlich nass, aber am Nachmittag wird es angenehm warm und sonnig. In Wesenhagen machen wir Mittagspause und wir Jungs spielen super Fußball.

Nach der Anstrengung schmecken die von Herrn Hülsmann wie immer pünktlich hergezauberten Frikadellen im Brötchen ziemlich gut. In zwei Gruppen gehen wir die zweite Tagesetappe nach Dähre an; die erste deutlich stärkere Gruppe will gerne schnell fahren, während die kleinere Gruppe gemütlich fahren will. Ein lustiger Zufall will es, dass die vermeintlich langsamen Radler schneller am Zielort sind als die „Raser“ und sich bei deren Ankunft ein hämisches Grinsen nicht verkneifen können.

Erklärung: wir die sog „langsamere Gruppe“ nehmen einen anderen Weg , der nicht nur 6 km kürzer ist, sondern auch wesentlich entspannter zu fahren ist. Mit lockeren 15 km /h und zahlreichen kleinen Trinkpausen radeln wir -sieben Mädchen und zwei Lehrer – durch die malerische Altmark.

Kurzfristig wird unser Fortkommen unterbrochen, da Frau Hövelmann, die das Schlusslicht unserer kleinen Truppe bildet, noch unbedingt das Schild fotografieren wollte, das die Grenze zwischen der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik Deutschland zeigt. Inzwischen sind wir nämlich nicht mehr in Niedersachsen, sondern in Sachsen Anhalt.

Nach 80 schweißtreibenden Kilometern kommen wir im Pfarrhaus von Dähre an und werden von unseren Gastgebern Silvio und Karl-Heinz herzlich empfangen. Im hübschen Pfarrhof unter einen riesigen Linde stehen Tische und Bänke, sowie ein leckeres Essen , das die Pfadfinder für uns gekocht haben, bereit. Auf der benachbarten Wiese stellen wir unsere Zelte auf. Am Lagerfeuer verbringen wir den restlichen Abend und freuen uns auf eine morgendliche Dusche im Schwimmbad.