rav-Vorbereitungen 2018

Der Count Down hat begonnen

Der Start unserer erneuten „Radtour gegen das Vergessen“ von Münster zum Konzentrationslager Ravensbrück rückt immer mehr in greifbare Nähe. Die Vorbereitungen für diese zehntägige Fahrt nahmen konkrete Formen an, als am Mittwochmorgen Schüler und Schülerinnen der Klassen 9 und 10 ihre Räder in der Pausenhalle vorstellten, wo sie auf Herz und Nieren geprüft und repariert wurden. Bereits hier zeigte sich, dass einige talentierte Fahrradbastler in unserer Gruppe sein werden. Bei einigen Rädern hatte  Herr  Neteler große Bedenken. Ihr Zustand wurde als ungeeignet für eine 500km lange Radtour gesehen. Sie sollen erst in einer Fahrradwerkstatt repariert werden oder müssen gegen andere Fahrräder getauscht werden.

Das fängt ja schaurig an

Dunkle Wolken zogen bereits am Vormittag über Münster und kündeten schlechtes Wetter für unsere vorbereitende Radtour durch das Münsterland an. Trotzdem hieß es mittags: Augen zu und durch. Trotz des immer prüfenden Blicks zum Himmel war die Stimmung der Schülerinnen und Schüler gut.

Bereits nach 500m erwischte uns der erste Regenschauer. Eng aneinander gereiht, wie die Hühner auf der Leiter, suchten wir unter schmalen Hauseingängen mehr als  20 Minuten Schutz vor strömenden Regen. Trotz der widrigen Umstände blieb die Stimmung gut. Selbst zwei Stürze und mehrere Pannen konnten uns nicht stoppen.

Schnelle Hilfe erhielten wir am Dingbänger Weg vom Fahrradhändler Look. Kurzerhand gab er uns ein Leihfahrrad, so dass niemand wegen eines abgebrochenen Pedals die Radtour abbrechen musste. 10km weiter konnten wir es kaum glauben, als uns Zweirad Pöttker wegen eines defekten Tretlagers ebenfalls ein Leihfahrrad kostenlos zur Verfügung stellte.

Während der Radtour stellten wir fest, dass es gar nicht so einfach war mit 30 Radlern in einer Kolonne zu fahren, den Vordermann beim plötzlichen Bremsen nicht zu behindern oder den Anschluss an die vielleicht schneller Fahrenden zu halten. Auch die vielen Pannen unterwegs machten schnell klar, wie notwendig doch vorbereitende Radtouren sind.

Zum Abschluss unserer Radtour wählten wir die Route über Gievenbeck, wo wir uns mit einem kleinen Eis stärkten und gut gelaunt zurück radelten. Im Übrigen zeigte sich der Wettergott nach seinem anfänglich schaurigen Intermezzo nur noch von seiner sonnigsten Seite.

 

Ravensbrück Radler rüsten sich für den Katholikentag

 Katholikentag in Münster – gar nicht so weit weg vom großen Motto „Frieden“ waren und sind unsere Schülerinnen und Schüler mit ihrem Engagement an der Radtour „gegen das Vergessen“ teilzunehmen und sich auf die Lebensspuren von Erna de Vries zu begeben.

Da liegt es nahe, dieses friedenstiftende Ansinnen auch für den Katholikentag zu dokumentieren. Kurzerhand trafen sich heute Morgen alle, um gemeinsam ein Friedensplakat zu entwerfen. Alle Gäste, die in den kommenden Tagen in der Erna-de-Vries-Schule übernachten und die Veranstaltungen in Münster besuchen werden, sollen an ihrer Friedensbotschaft teilhaben, die unsere Schülerinnen und Schüler mit ihrem Handabdruck besiegelten. Am Katholikentag selber werden die Radler außerdem Frau de Vries in der Halle Münsterland treffen. Sie wird dort eine Ausstellung zum Erinnern eröffnen. In diesem Rahmen soll ihr mitgeteilt werden, dass wir und erneut auf den Weg nach Ravensbrück machen.